Du schaffst es gut, deine Aufgaben zu priorisieren. Du scheinst dir bewusst zu sein, was deine Bedürfnisse sind und setzt deine Pläne um, auch wenn du vielleicht mal jemandem absagen musst.
Weiter so!
Pass auf, dass du nicht den Blick dafür verlierst, was wichtig ist. Wichtig sind die Dinge, die dir am meisten bedeuten – alles, was dich bei der Verwirklichung deiner Ziele voranbringt. Dringend sind alle eiligen Sachen, die scheinbar nicht warten können und nach deiner sofortigen Aufmerksamkeit schreien. Dass etwas dringend ist, dass es also eilt, kommt schon mal vor. Zum Problem wird das, wenn wir nur noch dringende Dinge im Kopf haben.
«Die Sucht nach Dringlichkeit ist eine Sucht», sagt Covey, denn die Suchterfahrung
Die Dringlichkeitssucht ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und gehört beinahe zum guten Ton, zumindest im Geschäftsleben.
Zeitmanagement ist keine Lösung, wenn die Dringlichkeit bereits zur Sucht geworden ist. Falsch verstandenes Zeitmanagement fördert diese Form der Sucht oft noch zusätzlich, weil es erforderlich macht, dringende Angelegenheiten nach scheinbaren Prioritäten zu ordnen, statt die wirklichen Prioritäten – und die eigenen Bedürfnisse – zu erkennen.
Verwendete Literatur: Sean Covey, Die 7 Wege zur Effektivität für Jugendliche, GABAL Verlag GmbH, Offenbach, 2019